Oprah Winfrey

Oprah WinfreyUS-amerikanische Talkmasterin und Unternehmerin

Oprah Winfrey avancierte ab Mitte der 1980er Jahre mit der „Oprah Winfrey Show“ zur Begründerin und weltweit populärsten Moderatorin des Talkshow-Genres. Zunächst markierte die Sendung „People are Talking“ ihren Durchbruch. In ihren Sendungen plauderten bereits zahlreiche prominente Persönlichkeiten aus allen Bereichen des öffentlichen Interesses. Winfreys Karriere entspricht dem amerikanischen Traum, vom Aufstieg aus der Unterschicht zur „bestbezahlten Talkmasterin der Welt“. Mitte der 1990er-Jahre gründete Oprah Winfrey den „Oprah’s Book Club“ im Fernsehen. Dieser Buch-Club avancierte als Indikator für die Bestseller-Listen der USA zum populären Medium für Kaufempfehlungen.

Oprah Winfrey wurde am 29. Januar 1954 in Kosciusko im US-Bundesstaat Massachusetts geboren.

Ihre Eltern trennten sich, als sie noch ein Kind war. Eigentlich hätte sie Orpah heißen sollen, aber einem Rechtschreibefehler in der Geburtsurkunde hat sie ihren Namen Oprah zu verdanken. Winfrey hatte bereits als Jugendliche Kontakt mit Alkohol und Drogen. Sie wuchs auf einer Farm in Mississippi bei ihrer Großmutter auf, die ihr früh das Lesen beibrachte. Lesen war Oprahs „Zugang zur Welt“, dem sie praktisch ihr Leben verdankt, denn es öffnete ihr „die Tore zu Möglichkeiten aller Art“. Die Sicherheit und Disziplin dieser frühen Jahre waren zu Ende, als Oprah zu ihrer Mutter nach Milwaukee kam. Sie wurde zum erstenmal sexuell belästigt, als sie neun war: Während ihrer gesamten Jugend mußte sie sexuelle Gewalt über sich ergehen lassen. Als Oprah rebellisch wurde und von zu Hause weglief, schickte man sie zu ihrem Vater nach Nashville, Tennessee. Er war sehr streng und erwartete von Oprah weit mehr als sie gewohnt war. Sie wurde eine ausgezeichnete Schülerin; ihm verdankt sie ihr Selbstvertrauen und ihre Selbstdisziplin.

Bei einem Schönheitswettbewerb fiel Oprahs schöne und kräftige Stimme auf, und sie begann noch als High-School-Schülerin mit der Arbeit als Nachrichtensprecherin – die erste schwarze Nachrichtensprecherin in Nashville. Bei einer lokalen Fernsehstation wurde sie Reporterin und Co-Moderatorin, während sie noch an der Tennessee State University Schauspiel und Rhetorik studierte. Aber sie brachte es als Reporterin nicht weit – es fehlte ihr an emotionaler Distanz für die Vorfälle, über die sie berichtete. In Baltimore versetzte man Oprah von den Nachrichten zu einer Morgen-Talkshow. In diesem Format, fand Oprah, konnte sie zum ersten Mal sie selbst sein: „Für mich war Reden so einfach wie Atmen.“

Oprahs kometenhafter Aufstieg begann, als sie 1984 eine lokale Talk Show in Chicago übernahm, aus der bald die „Oprah Winfrey Show“ wurde. Ein Jahr später, nachdem sie landesweit ausgestrahlt wurde, war ihre Show die Talk Show Nummer eins und avancierte zum Musterbeispiel folgender Sendungen, wobei das Konzept mit großem Erfolg international kopiert wurde. Winfrey stieg so zur Pionierin der modernen Talk-Show auf. Die Beliebtheit der Show liegt an Oprahs Emotionalität, Verletzlichkeit und Mitgefühl als Gastgeberin und Interviewerin. Sie war die erste, die eine besondere Verbindung zum Publikum herstellte, indem sie Persönlichstes mitteilte, von Anekdoten über ihren Lebenspartner Stedman Graham bis zu Eröffnungen über die sexuelle Gewalt in ihrer Kindheit.

Winfrey machte sich neben ihrer Show auch einen Namen als Schauspielerin und Produzentin diverser Fernsehsendungen. Sie spielte u.a. 1985 in „Die Farbe Lila“, 1997 in „Wie ein Vogel ohne Flügel“, 2001 in „Schwer verliebt“ und 2007 in „Ocean’s Thirteen“. Sie bekam eine Oscar-Nominierung für ihre Nebenrolle der Sophia in dem Film „Die Farbe Lila“. In den 1990er-Jahren gründete sie den „Oprah’s Book Club“ im Fernsehen. Viele Autoren stellten hier ihre Bücher bei Oprah vor, Bill Clinton war zum Anlass der Veröffentlichung seiner Autobiografie ebenfalls zu Gast.

Der Buch-Club wurde ein Indikator für die Bestseller-Listen der USA und als Kaufempfehlung populär. Damit hat Winfrey einen großen Einfluss auf die US-Medien. Im Juni 2004 wurde Oprah Winfrey im Rahmen des „World Woman’s Award“ in Hamburg von Michail Gorbatschow mit dem „World Entertainment Award“ ausgezeichnet. 2007 erhielt sie den „Humanitarian Award“ der Elie Wiesel Stiftung.

In den USA stieg sie zur Ikone der Talk-Shows und zur bestbezahlten Moderatorin des Landes auf. Über ihr Unternehmen „Show Harpo Studios“ wurde sie Produzentin ihrer eigenen Show. Dabei hatte sie über die Landesgrenzen hinaus Einfluss auf die Gestaltung und Programmführung solcher Sendungen. 2008 unterstützte sie medienwirksam den Präsidentschaftswahlkampf des demokratischen Politikers Barack Obama.

(Quelle: Who’s who, fembio)

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