Michelle Obama

Michelle ObamaAnwältin und erste afroamerikanische First Lady der USA

Michelle Obama, Ehefrau des US-Senators Barack Obama, dem Gewinner der amerikanischen Präsidentschaftswahl 2008, bezeichnet sich gerne als Verkörperung des amerikanischen Traums. In bescheidenen Verhältnissen wuchs sie in einem Arbeiterviertel in Chicago auf, mit Fleiß und Intelligenz schaffte sie den Sprung an die Eliteuniversität Princeton – und ab Januar 2009 wird die Juristin die erste afroamerikanische First Lady in der 232-jährigen Geschichte der USA. Selbstbewusst, diszipliniert, unverblümt, sportlich und sehr, sehr ehrgeizig – einige der positiven Eigenschaften, die Michelle Obama nachgesagt werden. Großmäulig, unorthodox und vor allem unpatriotisch, meinen dagegen ihre Kritiker. Die Gattin des designierten Präsidentschaftsbewerbers der Demokraten spaltet die Gemüter.

Michelle LaVaughn Robinson Obama wurde am 17. Januar 1964 in Chicago, Illinois, als Tochter des Maschinisten Frasier Robinson († 1990) und der Sekretärin Marian Robinson geboren und wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Aufgrund herausragender schulischer Leistungen gelang es Michelle früh, eine Klasse zu überspringen, so dass sie bereits im Jahre 1981 ihren Abschluss an der Whitney Young Magnet High School erreichte. Direkt im Anschluss begann sie mit dem Hauptfach Soziologie und dem Nebenfach Afroamerikanische Studien ihr Studium an der renommierten Princeton University, welches sie mit cum laude abschloss. Unmittelbar danach wechselte Michelle Robinson zur Harvard University, wo sie 1988 mit dem akademischen Grad Juris Doctor ihre Ausbildung beendete.

Ihren späteren Mann Barack Obama traf Michelle Robinson erstmals, als dieser eine Sommervertretung in der Anwaltskanzlei übernahm, in der auch sie nach Abschluss ihres Studiums arbeitete. Nach anfänglicher Skepsis konnte Obama sie durch sein Charisma und seinen Einsatz für die Armen begeistern, so dass die beiden im Oktober 1992 heirateten. Das Ehepaar hat zwei Töchter, Malia (geboren 1998) und Sasha (geboren 2001).

Nach Abschluss des Studiums in Harvard war Michelle Obama Mitglied des Chicagoer Büros der Anwaltskanzlei „Sidley Austin“, wo sie schwerpunktmäßig zum Thema Eigentumsrechte und Marketing arbeitete. Nach ihrem Ausscheiden aus der Kanzlei wechselte Obama als Beraterin des Bürgermeisters und Hilfsbevollmächtigte für Planung und Stadtentwicklung zur Stadtverwaltung der Stadt Chicago. Parallel wurde sie im Jahre 1993 Executive Director des Chicagoer Büros der Nichtregierungsorganisation „Public Allies“.

Ein weiterer Einschnitt in Michelle Obamas beruflichem Werdegang fand im Jahre 1996 statt. Hier wechselte sie von der Chicagoer Stadtverwaltung zur University of Chicago, wo sie zunächst für die Entwicklung des „University Community Service Center“ zuständig war, ehe sie als Executive Director und später als Vice President for Community and External Affairs größere Verantwortung übernahm. Parallel engagierte sie sich im Aufsichtsrat von TreeHouse Foods Inc.

Drei Monate nach Ankündigung der Präsidentschaftskandidatur von Barack Obama unterbrach Michelle Obama ihre eigene berufliche Karriere, um ihren Mann während des Wahlkampfs zu unterstützen und sich um ihre gemeinsamen Kinder zu kümmern.

Im Rennen um die Kandidatur zur US-Präsidentschaft ihres Mannes hielt Michelle Obama Wahlkampfreden und erweckte durch zahlreiche Interviews und Auftritte im Fernsehen ein reges Medieninteresse an ihrer Person. Dabei fiel sie unter anderem durch häufige sarkastische Bemerkungen und Anekdoten aus dem Familienleben der Obamas auf.

In verschiedenen Interviews strichen sowohl Michelle als auch Barack Obama den politischen Einfluss Michelles auf ihren Mann heraus. So redigiert Michelle Obama etwa regelmäßig die Reden Baracks und unterstützte ihn als Beraterin in seiner Bewerbung um das Amt des Präsidenten nachhaltig.

Aufgrund des regen Medieninteresses rangiert Michelle Obama aktuell auf Rang 58 der einflussreichsten Absolventen der Harvard Law School.

(Quelle: diverse)

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2 Kommentare - “Michelle Obama”

  1. Sonja Says:

    Ich habe hier noch einen guten Artikel über die Beziehung zwischen Michelle und Barack Obama gefunden. Ist zwar ein wenig älter aber trotzdem noch aktuell: Die Obamas

  2. Hank Says:

    Die Geschichte klingt schön, stimmt aber nicht. Michelle Obama lernte zwar den amerikanischen Rassismus und die Rassentrennung in Chicago damals kennen, stammt aber nicht aus der Arbeiterklasse. Ihr Vater hatte eine gehobene Position bei den Chicagoer Wasserwerken, finanzielle Not litt die Familie nie, und auch nicht der Hauch von „Tellerwäscher-Legenden“ paßt hier. Wie so oft. Wir vergessen nur zu gerne, wie wir längst von coaches und „Image-Stylisten“ angelogen werden wollen, nur um unsere Vorurteile bestätigt zu sehen. Diese gelackten Berater und coaches finden raus, was am meisten Stimmen bringt, und dann „modellieren“ sie los. Und verfälschen damit. Da hilft dann auch das postmoderne Geplapper, „was ist Fälschung“ nichts. Michelle Obama hatte eine wohlbehütete Kindheit ohne Geldsorgen. Zum Glück.


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