Dieter Bohlen

Dieter BohlenMusiker, Produzent und Songwriter

Der deutsche Musiker und Autor ist einer der erfolgreichsten deutschen Produzenten und Songschreiber. Mit seinen Projekten „Modern Talking“ und „Blue System“ erreichte er weltweiten Ruhm und wurde mit zahlreichen Gold- und Platinplatten ausgezeichnet. Nach der Trennung von Thomas Anders und dem Ende von „Modern Talking“ machte Dieter Bohlen hauptsächlich durch seine Tätigkeit als Jury-Mitglied der TV-Show „Deutschland sucht den Superstar“ auf sich aufmerksam.

Dieter Günther Bohlen wurde am 7. Februar 1954 als Sohn eines Hydraulik-Ingenieurs in Berne bei Oldenburg geboren.

Er galt als sehr guter Schüler und interessierte sich früh für Musik. Bereits während der Schulzeit, im Alter von zehn Jahren, begann Bohlen, Musik zu machen. Er schrieb eigene Songs und nahm an Talentwettbewerben teil. Auch Gitarre und Keyboards konnte er frühzeitig spielen.

Nach seinem Abitur absolvierte er ein Wirtschaftsstudium an der Georg-August-Universität in Göttingen, das er als Diplom-Kaufmann abschloss. Nebenher verfolgte Bohlen seinen Musiker-Traum weiter. Ab 1979 arbeitete Bohlen als Produzent bei BMG und gründete mit Andy Sellenheit die Band „Steve Benson“, die jedoch erfolglos blieb und wenig später wieder aufgelöst wurde.

Im Februar 1983 traf er das erste Mal auf seinen späteren Partner Thomas Anders. Die beiden ergänzten sich musikalisch und gründeten das Duo „Modern Talking“. Mit ihrem ersten Hit „You’re My Heart, You’re My Soul“ setzten sie sich im Jahr 1985 an die Spitze der europäischen, asiatischen und afrikanischen Charts. In den deutschen Charts konnten sie sich über ein halbes Jahr lang halten.

Mit den Hitsingles „You’re My Heart, You’re My Soul“, „You Can Win If You Want“, „Cheri Cheri Lady“, „Brother Louie“ und „Atlantis Is Calling (S.O.S. for Love)“ schaffte die Band fünf Nr. Eins Hits der deutschen Single-Charts in Folge. Der Erfolg von „Modern Talking“ war enorm. 75 Gold- und Platin-Platten wurden dem Duo überreicht. Es feierte weltweit Erfolge mit Konzerten vor Millionen Fans.

Mit dem zunehmenden Erfolg wuchsen jedoch auch die persönlichen Probleme zwischen den beiden Musikern. Songschreiber Bohlen beschwerte sich über das angeblich mangelnde Engagement von Anders. Außerdem traten erste Unstimmigkeiten zwischen Bohlen und Anders‘ damaliger Frau Nora auf. Der Streit eskalierte und „Modern Talking“ löste sich 1987 auf, nachdem das Duo rund 42 Millionen Platten verkauft hatte.

Bohlen widmete sich nun mehr seiner Arbeit als Songschreiber und Produzent. Er arbeitete für etliche Künstler, unter anderem für C. C. Catch, Engelbert und Smokie. Unmittelbar nach der Trennung von Anders stellte Bohlen im Oktober 1987 sein neues Projekt „Blue System“ vor. Der Musiker veröffentlichte in der Folge mehrere Alben und feierte weiterhin große Erfolge als Solo-Künstler.

Ab 1994 nahmen Bohlen und Anders, nach längerer Distanz, wieder Kontakt zueinander auf. 1998 starteten die beiden ihr gemeinsames Comeback: Als „Modern Talking“ konnten sie sofort an die früheren Erfolge anknüpfen. Ihr Debüt-Album „Back for Good“ verkaufte sich in den ersten neun Wochen nach Veröffentlichung über eine Million Mal. Im Juni 2003 wurde erneut das Aus des Duos „Modern Talking“ bekannt gegeben.

Bohlen blieb nun zunehmend auch aufgrund seines turbulenten Privatlebens Gesprächsstoff der Medien. Dazu trugen vor allem die 4-wöchige Ehe mit Verona Feldbusch und die langjährige Beziehung mit seiner Backgroundsängerin Nadja abd el Farrag („Naddel“) bei. Dieter Bohlen war von 1983 bis 1989 mit Erika Sauerland verheiratet, mit der er drei Kinder hat. 1989 begann er eine Beziehung mit Nadja Abd el Farrag. 1996 trennte sich das Paar und Bohlen ehelichte Verona Feldbusch. Die Ehe hielt jedoch nur einen Monat und Feldbusch gab als Scheidungsgrund an, von Bohlen geschlagen worden zu sein, was dieser bis heute bestreitet. Von 1997 bis 2000 war er erneut mit Abd el Farrag liiert. Bis August 2006 lebte er mit Estefania Küster zusammen, mit der er einen Sohn hat. Seit Herbst 2006 ist Dieter Bohlen mit Fatma Carina Walz liiert.

Pünktlich zur Frankfurter-Buchmesse im Oktober 2002 präsentierte Bohlen, gemeinsam mit Co-Autorin Katja Kessler, unter dem Titel „Nichts als die Wahrheit“ seine brisante Autobiografie. Das Buch errang sofort nach Erscheinen den ersten Platz zahlreicher Bestsellerlisten und löste einen Medienrummel in Funk, Fernsehen und Presse aus.
Fast genau ein Jahr nach Herausgabe seines ersten Buches, veröffentlichte Dieter Bohlen im Oktober 2003 die Fortsetzung unter dem Titel „Hinter den Kulissen“. Zahlreiche Personen, unter anderem sein ehemaliger „Modern Talking“-Kollege Thomas Anders, die in der Darstellung des Buches eine Verletzung ihrer Persönlichkeitsrechte sahen, erwirkten dass der Verkauf der Erstauflage eingestellt wurde und nur noch Fassungen vertrieben werden durften, welche die beanstandeten Behauptungen nicht enthielten.

Beim Privatsender RTL wirkte Bohlen ab November 2002 als Jury- und Produktionsmitglied an der TV-Show „Deutschland sucht den Superstar“ DSDS mit, in der er sich mit umstrittenen Kommentaren („Du singst wie ein Gartenzwerg auf Ecstasy“) der Kritik aussetzte. Anfang 2003 nahm er mit den zehn Finalisten von DSDS die Single „We Have a Dream auf“, die in Deutschland zur meistverkauften Single des Jahres wurde. Auch das von Bohlen produzierte DSDS-Album „United“ erwies sich als kommerziell erfolgreich. Die Zusammenarbeit mit dem DSDS-Sieger Alexander Klaws und dem DSDS-Dritten Daniel Küblböck waren kurzzeitig ein großer Erfolg, genauso wie die Zusammenarbeit mit Yvonne Catterfeld. Bohlen unterschrieb Werbeverträge mit Müller, Makro Markt, S.Oliver und O2. Die zweite Staffel von DSDS im Jahr 2004 konnte nicht an den Erfolg der ersten anknüpfen. Bohlen schrieb dennoch erneut zwölf Lieder für ein Album aller Finalisten namens „Magic of Music“. Elli Erl, die Siegerin der zweiten Staffel, wollte nach ihrer von Bohlen geschriebenen Siegersingle „This Is My Life“ nicht mehr mit Bohlen zusammenarbeiten, weil ihr sein Musikstil nicht gefiel. Ende des Jahres brachte Dieter Bohlen eine Duft-Serie namens „Provocation“ heraus. Im Herbst 2005 lief die dritte Staffel von Deutschland sucht den Superstar an, die mit dem Gewinn von Tobias Regner endete, der jedoch ohne Bohlen als Produzenten oder Songschreiber ins Musikgeschäft einstieg. Bohlen schrieb für die dritte Staffel zum ersten Mal nicht den Siegersong und war auch nicht an der Produktion des Albums der Finalisten („Love Songs“) beteiligt.

Die vierte Staffel von Deutschland sucht den Superstar, die Mark Medlock gewann, wurde im Frühjahr 2007 ausgestrahlt. Dieter Bohlen ist das einzige Jury-Mitglied, das bei allen vier Staffeln mitgewirkt hat. Abfällige Kommentare Bohlens gegenüber den Kandidaten und gegen Jury-Mitglied Heinz Henn lösten eine Diskussion in der Bild-Zeitung aus. Auch bei der vierten Staffel wirkte Bohlen nicht an dem Finalistenalbum („Power of Love“) mit; er schrieb jedoch Medlocks Siegersong „Now or Never“ und produzierte die Alben „Mr. Lonely“, „Dreamcatcher“ und „Cloud Dancer“. Zudem veröffentlichte Bohlen zusammen mit Medlock die Single „You Can Get It“ und „Unbelievable“.

Die fünfte Staffel von Deutschland sucht den Superstar begann mit dem Casting auf Mallorca und Ibiza, um dann in mehreren deutschen Städten mit tausenden von Teilnehmern fortgesetzt zu werden. Die neu zusammengesetzte Jury bestand aus Dieter Bohlen, Anja Lukaseder und Jury-Neuzugang Andreas Läsker.

Vom 20. Oktober 2007 bis zum 3. November 2007 saß Dieter Bohlen neben Ruth Moschner und André Sarrasani in der Jury der RTL-Castingshow „Das Supertalent“. Im Herbst 2008 startete die zweite Staffel, diesmal mit Bruce Darnell und Sylvie van der Vaart an Bohlens Seite in der Jury.

(Quelle: diverse)

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One Comment - “Dieter Bohlen”


  1. Ich habe DSDS nur wegen dem Ausnahmetalent Fady Maalouf gesehen. Bohlen kostete mich Überwindung!


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